In Liguriens Mischwäldern, in den Bergen bei Garlenda. 18 km, 480 hm

von Michaela Federkiel (Kommentare: 0) Italien


Einrad-Anhänger

Die Strecke führt überwiegend über Teer- und Forst-Straßen und bietet ein paar steile Passagen mit technische Schwierigkeiten. Der Abschnitt nach dem höchsten Punkt der Tour (Siehe Wegpunkte) führt über ausgewaschene, nicht zu oft benutze Wege bergab, bergauf und eben dahin. Es gibt ein paar Dornenbüsche und lose Steine zu überwinden. Meist gut zu fahren und teilweise Schiebepassage.

 

Zweirad Anhänger

Die Strecke führt überwiegend über Teer- und Forst-Straßen und bietet ein paar steile Passagen mit technische Schwierigkeiten. Der Abschnitt nach dem höchsten Punkt der Tour (Siehe Wegpunkte) führt über ausgewaschene, nicht zu oft benutze Wege bergab, bergauf und eben dahin. Es gibt ein paar Dornenbüsche und lose Steine zu überwinden. Meist gut zu fahren und teilweise Schiebepassage. Teilweise ist der Weg schmal. Mit unserem Chariot (Thule) Hänger für 1 Kind war alles gut fahrbar und breit genug. Theoretisch wäre die Tour auch mit Hängern für 2 Kinder zu fahren. Die Steigung und das Gewicht des Hängers wird hier aber die meisten Eltern vor eine große Aufgabe stellen.

Selbstfahrende Kinder

Technisch wäre die Strecke größtenteils für selbstfahrende Kinder kein Problem, aber unserer Meinung nach, ist die Tour zu lange. Eine Alternative wäre die Runde bei Castelli abzukürzen bevor das technisch schwierigste Stück beginnt - dann ist die Runde kürzer und hat doch alles von einer schönen Mountainbike-Tour dabei.

Touren Charakteristik

Landschaft ★★★★★
Spaßfaktor ★★★
Kondition ★★★★★
Technik ★★★★
Spielspaß ★★

 

In den Mischwäldern über Garlenda

Ligurien... Nicht nur was für Freerider - auch Familien finden hier einige Strecken die gemeinsam befahren werden können. Mit richtigen Mountainbike Touren haben wir uns jedoch schwer getan, da man doch häufig am Berg oben vor Freeride Trails steht und dann leider umkehren muss, da wird es dann selbst für den Singletrailer zu heftig. Aber: Für eine richtig tolle anhänger-taugliche Tour wurden wir in Garlenda fündig. Ein kleiner Ort, mit dem tollen Agricamping La Villa - mit Swimmingpool, Picknicktischen, Außenküche mit Gemeinschaftsnutzung, Grill, Kicker, gepflegte Sanitäreinrichtung, einige Zeltplätze, 2-3 Stellplätze für Campervans und einer sehr netten italienischen Familie. Garlenda gibt sich richtig Mühe, den aktiven Touristen etwas zu bieten. Die Wander und Radwege sind sehr gut markiert und es gibt eine eigene Karte mit den markierten Strecken. Neben den Spielplätzen im Ort gibt es auch noch eine Rad-Übungs-Strecke die unserem Sohn als kleiner Übungs-Bike-Park super gefallen hat. Das Restaurant am Tennisplatz ist auch sehr zu empfehlen. Garlenda ist auch unter den Fiat-500 Fans bekannt für sein jährliches Fiat-500-Treffen am ersten Juli Wochenende.


Aber nun zur Tour:

Die Strecke startet direkt am Agricamping La Villa. Es geht erst auf der Teerstraße entlang und gleich stetig bergauf bis Paravenna. Die meisten Höhenmeter am Stück bei dieser Tour, haben wir nach dieser Straße überwunden. Die Straße liegt meist in der Sonne und man sollte ab und zu einen Blick nach hinten werfen, denn so bieten sich, vor allem im oberen Teil, ein tolles Panorama in Richtung Mittelmeer.

Jetzt geht es in den Wald

Am Ortsausgang von Paravenna steht eine Kirche und bei der kleinen Kirche biegen wir links ab und folgen dem Weg aus dem Ort hinaus, durch einen kleinen Olivenhain und hinein in die Mischwälder über Garlenda. Ab hier sind wir ständig im Wald, meist schattig und sehr angenehm zum radeln. Es ist eine richtig schöne Panorama-Strecke mit tollen Ausblicken über die grünen Berge und das Tal in dem Garlenda liegt. Die Vegetation im Wald ist sehr natürlich belassen und es gilt auf die Dornenbüsche zu achten. Die Hauptwege sind gut gepflegt, aber die Dornenbüsche wachsen schnell und es hängt oft der ein oder andere Zweig über den Weg.

Bergauf und Bergab

Der Weg ist gut ausgeschildert und führt anfangs über eine gut ausgebaute breite Forststraße, bergauf und bergab durch den Wald. Dann folgen wir dem markierten Trail auf der Karte (Link siehe oben), denn unsere digitale Karte kennt hier keinen Weg. Wir sagen uns "no risk no fun" und vertrauen auf den von Ortskundigen erarbeiteten Plan. Jetzt wird es etwas abenteuerlich, denn der Weg ist hier ausgewaschen (nach hefitgen Regenschauern im Frühjahr/Sommer 2016) und es liegen vereinzelt Bäume über der Strecke. Es gab für uns jetzt zwei kurze Etappen zum Schieben, was aber gut möglich war. An einer Stelle mussten wir die Räder über einen Baum heben. Aber unseren Kindern macht etwas Abenteuer immer Spaß und gekraxelt wird auch gerne. Somit hatten die Kinder auch wieder etwas Bewegung und wir konnten unsere Tour fortsetzen. Der Inhaber vom Agricamping und der Zuständige für die Wegepflege in den Bergen, hat uns mitgeteilt, dass die Wege immer in der Off-Season hergerichtet werden. Also sollte in der Bike-Saison 2017 wieder alles befahrbar sein.

Zurück zur "Zivilisation"

Am Ende der Waldstrecke kommen wir im kleinen Ort Marta raus, aber wie auch schon Paravenna, ist Marta eher ruhig und mehr eine Ansammlung an Häusern als wie ein "Ort". Wir konnten uns freuen, denn auch ohne "Gastronomie" fanden wir frische Verpflegung. Reife, süße Feigen (die anscheinend keinen interessieren) kann man sich direkt vom Rad in den Mund pflücken, eigentlich müsste man noch nicht mal absteigen.

Ab Marta geht es auf der Teerstraße zurück nach Garlenda. Der Weg ist gut ausgeschildert und man könnte auch noch eine Verlängerung am Golfplatz vorbei und am Bachufer entlang nach Garlenda zurück vornehmen.

Fazit

Während unserer Ligurien-Reise war es die beste anhänger-taugliche Mountainbiketour. Alles mit dabei von einer guten Auffahrt mit herrlichem Panorama, durch tolle Landschaft mit wunderbarem Weitblick, Strecken mit Trail-Charakter und eine Rundtour mit einem ganz natürlichen Abenteuer-Spielplatz.

Auf gehts, raus und rauf auf den Berg!

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